Autismus

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmailFacebooktwittergoogle_pluspinterestmail

Autismus ist eine unheilbare, geistige Entwicklungsstörung , welche die betroffenen Menschen im Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen und der Kommunikation mit anderen z.T. schwer beeinträchtigt. Aufgrund dieser kommunikativen und sozialen Unfähigkeit und Zurückgezogenheit auf sich selbst, leitet sich die Bezeichnung „Autismus“ vom griechischen Wort „autos“ = selbst ab. Je nach Ausprägung und Form sind Autisten geistig eingeschränkt und auf lebenslange Unterstützung und Betreuung angewiesen und können kein eigenständiges Leben führen.

Man unterscheidet drei Formen von Autismus:

  • Dem frühkindlichen Autismus
  • Dem atypischen Autismus
  • Dem Asperger Syndrom

Symptome des frühkindlichen Autismus

Der frühkindliche Autismus tritt schon vor dem dritten Lebensjahr recht deutlich in Erscheinung. Die betroffenen Kinder wirken meist geistig abwesend, kapseln sich ab, zeigen kaum emotionale Regungen und sind in der sprachlichen Entwicklung deutlich verzögert. Zu beobachten sind auch stereotype Verhaltensweisen, das starre Beharren auf festen Ritualen und Tagesabläufen, zwanghaftes Sortieren oder Arrangieren von Gegenständen, Körperticks und ständiges Wiederholen von bestimmten Sprachfloskeln oder Abläufen. Ändern sich diese festen Rituale, kommt es bei den Betroffenen oft zu heftigen Reaktionen bis hin zu Panikattacken und Wutanfällen.

Die Betroffenen sind meist nicht in der Lage, emotionale Regungen mimisch oder gestisch auszudrücken, können keinen Blickkontakt halten und die Gesichtsausdrücke anderer Menschen nicht lesen und interpretieren. Auch Ironie ist für Autisten nicht zu entschlüsseln, ebenso wie veränderte Bedeutung von Aussagen durch einen bestimmten Tonfall. Autisten neigen selbst im Sprachbild zu eintöniger, monotoner Redeweise ohne Modulation. Die mangelnde Ausdrucksfähigkeit emotionaler Regungen bedeutet aber keinesfalls, dass Personen mit frühkindlichem Autismus weniger Emotionen empfinden als andere Menschen.

Symptome von Asperger

Das Asperger-Syndrom kennen viele Menschen seit dem Film „Rain Man“ mit Dustin Hofman und durch die inzwischen populäre Tierwissenschaftlerin und Universitätsdozentin Temple Gradin. In Deutschland ist es insbesondere dem Geophysiker Dr. Peter Schmid zu verdanken, dass das Asperger-Syndrom einer breiten Öffentlichkeit verständlich gemacht wurde. Das Asperger-Syndrom tritt erst nach dem dritten Lebensjahr auf und ist in seinen Erscheinungsformen milder als der frühkindliche Autismus. Die meisten Menschen mit dieser Störung sind zwar ebenfalls in ihrer Fähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, beeinträchtigt und haben ebenfalls Schwierigkeiten bei der korrekten Interpretation von Mimik und uneigentlicher Rede (Ironie) – aber einer Vielzahl der Betroffenen gelingt es trotzdem, ein funktionierendes soziales Umfeld aufzubauen und ein eigenständiges Leben zu führen. Einige Menschen mit Asperger weisen außerdem sogenannte Inselbegabungen auf und entwickeln auf bestimmten Gebieten außerordentliche Fähigkeiten (z.B. in der Mathematik, bei der Gedächtnisleistung, der Malerei oder beim Erlernen von Sprachen) – diese Menschen werden auch als „Savants“ bezeichnet. Im Gegensatz zu Menschen mit frühkindlichem Autismus weisen Asperger-Betroffene außerdem oft motorische Störungen wie Ungeschicklichkeit, Koordinationsprobleme und körperliche Ticks auf.

Ursachen für Autismus

Die Forschung konnte bisher noch keine eindeutige Entstehungsursache für Autismus ausmachen – als gesichert gilt aber, dass genetische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen, aber auch gestörte Stoffwechselvorgänge im Gehirn zur Entstehung von Autismus einen großen Anteil beitragen.

Therapie und Behandlung bei Autismus

Autismus ist eine nicht heilbare Störung und kann daher nur dahingehend behandelt werden, dass die Betroffenen die unangenehmen Symptome besser ertragen oder in Situationen, die regelmäßig zu Irritationen führen, passende Verhaltensmuster einüben. Personen mit frühkindlichem Autismus gelten nach deutschem Recht als geistig behindert und sind meist ihr Leben lang auf Betreuung angewiesen. Menschen mit Asperger-Syndrom hingegen lernen im Laufe ihres Lebens meist recht gut mit ihrer Störung umzugehen und reflektieren oft auch ihre eigenen Verhaltensmuster. Nichtsdestotrotz ist eine Familientherapie und Verhaltenstherapie hilfreich, damit Familie und Angehörige sowie der Betroffene gegenseitiges Verständnis füreinander entwickeln. Da Menschen mit Autismus vermehrt unter Stress leiden, kann z.B. Yoga sehr gut zur Entspannung beigetragen, indem gleichzeitig die Neigung zu ritualisierten, stereotypen Bewegungsabläufen genutzt wird, die für Yoga quasi eine Voraussetzung sind.

Die Inhalte dieses Artikels wurden von medizinischen Laien verfasst und dienen ausschließlich der allgemeinen unverbindlichen Vorabinformation. Sie stellen keine Beratung oder Empfehlung bezüglich Medikamente, Diagnose- oder Therapieverfahren dar. GoYellow und die Verfasser übernehmen keine Gewähr für deren Vollständigkeit und wissenschaftliche Korrektheit bzw. Genauigkeit und Aktualität. Sie sind nicht dazu geeignet und bestimmt, die professionelle persönliche Diagnose, Beratung und Behandlung durch Ihren Arzt oder Apotheker zu ersetzen. Bitte verwenden Sie die Inhalte auf keinen Fall zur Eigendiagnose bzw. Eigenmedikation. Suchen Sie bei Beschwerden oder Symptomen immer unverzüglich einen Arzt auf!
Facebooktwittergoogle_pluspinterestmailFacebooktwittergoogle_pluspinterestmail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.