Liebeskummer

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Liebeskummer – Inspirationsquelle für Meisterwerke der Kunst wie Goethes Werther und die Dramen Shakespeares – aber auch ein Quell tiefer Verzweiflung . Die meisten haben ihn schon einmal erlebt und kennen die Gefühle: Herzstechen, Fassungslosigkeit, Weinkrämpfe, Wutanfälle, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen . Wer unter Liebeskummer leidet, kann sich kaum vorstellen, dass er jemals endet. „Liebeskummer lohnt sich nicht, my darling“ trällert der Schlager – aber sämtliche kluge Ratschläge nützen leider bei gebrochenem Herzen nichts.

Liebeskummer – keine Frage des Alters

Dabei tritt Liebeskummer nicht nur auf, wenn ein geliebter Mensch sich getrennt hat. Genauso verspürt man Liebeskummer, wenn jemand die eigenen Gefühle erst gar nicht erwidert und man sich vergebens sehnt. Liebeskummer ist auch kein Phänomen, das nur im Teenageralter auftritt. Auch Kinder können Liebeskummer verspüren, wenn die elterliche Zuneigung fehlt – und auch alte Menschen leiden genauso schlimm und intensiv wie junge.

Was passiert bei Liebeskummer im Körper?

Die körperlichen Symptome ähneln dabei denen, die wir verspüren, wenn wir auf Drogenentzug sind oder unter starkem Stress stehen. Bei einer Trennung schüttet das Gehirn vermehrt Adrenalin und Cortisol aus. Beide Botenstoffe verleihen dem Körper mehr Energie und Leistungsfähigkeit, um dem Trennungsschmerz gewachsen zu sein und den Verlust zu überstehen. Gibt es aber keine Regenerationspause, führt die dauerhafte Überdosierung dieser Stresshormone im Körper zu einer Belastung des Herzens. Es entstehen die typischen Herzschmerzen . Bei Menschen, die besonders stark auf eine Trennung reagieren oder die bereits vorbelastet sind, kann es sogar zum sogenannten „ Broken Heart Syndrom “ kommen, was in seltenen Fällen sogar tödlich enden kann.

Was passiert bei Liebeskummer in der Psyche?

Die körperlichen Leiden bei Liebeskummer sind schon schmerzlich genug – das eigentliche Leiden aber spielt sich in der Seele der Betroffenen ab. Eine unerwartete Trennung kann für den Verlassenen ein regelrechtes Trauma sein, das in schlimmsten Fällen nur mit psychotherapeutischer Hilfe zu bewältigen ist. Dabei spricht die Forschung von mehreren Phasen des Liebeskummers , die der Mensch bei der Bewältigung durchläuft.

Die Phase des Leugnens

Als Reaktion auf die Trennung reagieren wir mit einem Schock, der alles betäubt. Wir wollen den Verlust nicht wahrhaben. Wir hoffen immer noch, dass eine Versöhnung möglich ist und die Trennung nicht endgültig.

Die Phase der impulsiven Gefühle

Wut, Angst , Verzweiflung überwältigen uns anfallsartig. Wir brechen unvermittelt in Tränen aus, vernachlässigen Arbeit, Ausbildung und soziale Beziehungen. Das Leben scheint keinen Sinn mehr zu haben. Wir können uns nicht vorstellen, dass der Schmerz endet.

Die Phase der Neuorientierung

Die heftigen Gefühle treten seltener auf. Langsam sind wir in der Lage, uns zumindest ein neues Leben vorzustellen. Wir trauern um den Verlust, versuchen aber, ihn zu akzeptieren.

Die Phase des Aufbruchs in ein neues Leben

Wir sind im Stande, wieder neue Beziehungen einzugehen. Die Trennung ist nicht mehr das beherrschende Thema. Wir haben mit der alten Beziehung abgeschlossen.

Dabei ist zu erwähnen, dass Liebeskummer trotz der Phasentheorie immer eine hochindividuelle Angelegenheit ist und jeder Mensch den Trennungsschmerz anders erlebt und bewältigt. Auch die Dauer des Liebeskummers ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Manche Verliebte brauchen Monate und sogar Jahre bis sie den Verlust verdaut haben – gerade bei langen Beziehungen geht man von einer längeren Verarbeitungsdauer aus.

Was tun, wenn der Liebeskummer zu groß wird?

Obwohl die meisten Menschen Liebeskummer selbst oder mit Hilfe ihres sozialen Umfeldes bewältigen, schaffen es manche Betroffene nicht, alleine mit dem Schmerz fertig zu werden und die Trennung zu verarbeiten. In den schlimmsten Fällen verfallen sie Alkohol oder Drogen, können Ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen, laufen Gefahr, in eine Depression zu rutschen und hegen Suizidgedanken. In solchen Fällen ist sicherlich eine Psychotherapie oder Inanspruchnahme psychologischer Beratung ratsam. Auch, wenn die Psychologie Liebeskummer als pathologisches Phänomen weniger zur Kenntnis nimmt, sollte sich der Betroffene Hilfe suchen, wenn er feststellt, dass er nicht mehr in der Lage ist, seinen Alltag alleine zu meistern.

Die Inhalte dieses Artikels wurden von medizinischen Laien verfasst und dienen ausschließlich der allgemeinen unverbindlichen Vorabinformation. Sie stellen keine Beratung oder Empfehlung bezüglich Medikamente, Diagnose- oder Therapieverfahren dar. GoYellow und die Verfasser übernehmen keine Gewähr für deren Vollständigkeit und wissenschaftliche Korrektheit bzw. Genauigkeit und Aktualität. Sie sind nicht dazu geeignet und bestimmt, die professionelle persönliche Diagnose, Beratung und Behandlung durch Ihren Arzt oder Apotheker zu ersetzen. Bitte verwenden Sie die Inhalte auf keinen Fall zur Eigendiagnose bzw. Eigenmedikation. Suchen Sie bei Beschwerden oder Symptomen immer unverzüglich einen Arzt auf!
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