MPU

FacebooktwittermailFacebooktwittermail

Die medizinisch psychologische Untersuchung – im Volksmund auch „Idiotentest“ genannt, ist ein verkehrspsychologischer Test , der von den Straßenverkehrsbehörden durchgeführt wird, um festzustellen, ob einem Fahrer nach einem Verkehrsverstoß der Führerschein dauerhaft entzogen oder wieder neu zugeteilt wird. Jährlich müssen in Deutschland fast 100.000 Personen zur MPU.

Ja nach Ursache des Führerscheinentzuges – z.B. mehr als 1,6 Promille im Straßenverkehr am Steuer eines Autos oder auf dem Fahrrad, Drogenmissbrauch oder mehr als 18 Punkte nach Verkehrsverstößen – soll bei der MPU festgestellt werden, ob der Antragsteller nach seinem Verstoß sein Fehlverhalten eingesehen und sich gebessert hat. Das medizinisch-psychologische Gutachten muss dann der Führerscheinstelle vorgelegt werden.

Durchführung der MPU

Die MPU kann bei allen zugelassenen Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF) abgelegt werden. Solche Stellen sind z.B. der TÜV, die DEKRA oder die AVUS .

Ablauf der MPU

Die MPU gliedert sich in 2 Teile: die medizinische Untersuchung und der verkehrspsychologische Test. Im medizinischen Test werden – bei Drogen- und Alkoholauffälligkeiten – Blut- und Urintests durchgeführt, um fortgesetzten Drogenmissbrauch nach dem Führerscheinentzug feststellen zu können. Außerdem wird der allgemeine Gesundheitszustand untersucht, im Speziellen die Reaktionsfähigkeit und körperliche Belastbarkeit. Bei der psychologischen Untersuchung wird ein etwa halbstündiges Gespräch geführt, bei dem der Kandidat zu Familiensituation, Lebensumständen, Alkoholkonsum und finanziellen Verhältnissen befragt wird.

Vorbereitung – MPU-Beratung

Statistisch betrachtet schaffen ein Drittel der Anwärter die MPU beim ersten Mal nicht. Daher ist es durchaus sinnvoll, vor der MPU eine psychologische MPU-Beratung in Anspruch zu nehmen. Dadurch erhöhen sich angeblich die Chancen auf das Bestehen der Prüfung um 80 %. In der Branche der MPU-Beratung tummeln sich allerdings zahlreiche unseriöse Berater, die über keine verkehrspsychologische Qualifikation verfügen. MPU-Anwärter sollten bei Versprechungen wie „Erfolgsgarantie“ Vorsicht walten lassen und sich nur von ausgebildeten Verkehrspsychologen beraten lassen. Die verkehrspsychologische Vorbereitung nimmt dabei in der Regel 8-16 Stunden in Anspruch und kann in Einzeltherapie oder Gruppentherapie durchgeführt werden.

Kosten der MPU

Je nach Schwere des Verkehrsvergehens werden bei der MPU zwischen 380 bis 750 Euro* fällig (*Stand von 2014). Hinzu kommen jedoch häufig noch die Kosten die die vorausgegangene MPU-Beratung (zwischen 500 und 1500 Euro) sowie die Gebühren für die Neubeantragung der Fahrerlaubnis (200 bis 250 Euro). Der Antragsteller muss ebenfalls für die Kosten der Labortests im Fall von alkoholbedingtem Führerscheinentzug aufkommen. Im Schnitt fallen für die gesamte MPU bis zu 3000 Euro an.

Die Inhalte dieses Artikels wurden von medizinischen Laien verfasst und dienen ausschließlich der allgemeinen unverbindlichen Vorabinformation. Sie stellen keine Beratung oder Empfehlung bezüglich Medikamente, Diagnose- oder Therapieverfahren dar. GoYellow und die Verfasser übernehmen keine Gewähr für deren Vollständigkeit und wissenschaftliche Korrektheit bzw. Genauigkeit und Aktualität. Sie sind nicht dazu geeignet und bestimmt, die professionelle persönliche Diagnose, Beratung und Behandlung durch Ihren Arzt oder Apotheker zu ersetzen. Bitte verwenden Sie die Inhalte auf keinen Fall zur Eigendiagnose bzw. Eigenmedikation. Suchen Sie bei Beschwerden oder Symptomen immer unverzüglich einen Arzt auf!
FacebooktwittermailFacebooktwittermail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.