Trauerbegleitung

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Bei Verlust eines geliebten Menschen durch Tod oder Trennung, aber auch bei einem anderen Verlust (z.B. der Heimat) kann es sinnvoll sein, sich bei der Trauerarbeit und Trauerbewältigung durch einen Trauerbegleiter unterstützen zu lassen.

Folgen von nicht bewältigter Trauer

Manchen Hinterbliebenen, Vertrieben und Trauernden gelingt es nicht, den Verlust alleine zu bewältigen und zu verarbeiten – weil Gesprächspartner fehlen oder der Schock und das Trauma des Verlustes zu groß sind und verdrängt werden. Aus nicht erfolgreich geleisteter Trauerarbeit können dann sogar schwere Depressionen oder posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), z.B. nach einem Suizid eines nahen Menschen, entstehen. Daher bieten inzwischen viele Psychologen und freie Trauerbegleiter ihre Unterstützung an und helfen Trauernden bei der langsamen Verarbeitung des Verlustes. Im Fall einer psychischen Erkrankung, die in Folge von Trauer entsteht, bezahlen die Krankenkassen dann auch die Trauerbegleitung durch einen Psychotherapeuten mit entsprechender Zusatzqualifikation.

Was macht ein Trauerbegleiter?

Ein Trauerbegleiter unterstützt Menschen in Krisensituationen nach dem Verlust bei der Trauerbewältigung und Trauerarbeit. Zwar gibt es viele psychologische Modelle, wie Trauer abläuft, welche Trauerphasen dabei durchschritten werden müssen (Verleugnung, Wut und Verzweiflung, Neuorientierung und Akzeptanz), damit am Ende der Verlust als Teil des Lebens akzeptiert werden kann – allerdings ist Trauer immer ein hoch individueller Prozess. Ein guter Trauerbegleiter stellt sich dabei immer auf den einzelnen Trauernden und seine Persönlichkeit ein. Das kann mal durch bloßes Zuhören geschehen, weil der Trauernde vielleicht selbst keine Angehörigen mehr hat, mit denen er über den Verlust sprechen kann. Mal unterstützt der Trauerbegleiter aber auch bei Ritualen, z.B. Heimholen und Waschung der Toten oder der Verabschiedung durch ein Trauertagebuch. Mal ist er Ansprechpartner bei der Bestattung selbst und hilft bei Behördengängen und dem Weg zur Beerdigung.

Ausbildung zum Trauerbegleiter

Die Bezeichnung „Trauerbegleiter“ ist kein gesetzlich geschützter Beruf. Im Prinzip darf jeder, der sich dazu in der Lage fühlt, solche Dienste anbieten, also z.B. Bestatter, Ehrenamtliche, Psychologen und freie Berater. Allerdings gibt es seit einigen Jahren den Bundesverband Trauerbegleitung , der standardisierte und qualifizierte Fortbildungen und Zertifizierungen anbietet, was einen gewissen Qualitätsstandard garantiert. Diese Weiterbildung nach BVT-Standard dauert mindestens 260 Stunden. Die Trauerbegleiter werden psychologisch und rechtlich geschult, von erfahrenen Psychologen gecoached und betreut, bis sie die Zertifizierung erhalten. Insofern sollte der Trauernde am besten nach einem Trauerbegleiter Ausschau halten, der entsprechend BVT-zertifiziert ist. Diese Trauerbegleiter arbeiten teils ehrenamtlich, teils gegen Honorar als freie Berater. Vielen Trauernden helfen allerdings auch kostenlose Selbsthilfegruppen und ehrenamtliche Vereine.

Die Inhalte dieses Artikels wurden von medizinischen Laien verfasst und dienen ausschließlich der allgemeinen unverbindlichen Vorabinformation. Sie stellen keine Beratung oder Empfehlung bezüglich Medikamente, Diagnose- oder Therapieverfahren dar. GoYellow und die Verfasser übernehmen keine Gewähr für deren Vollständigkeit und wissenschaftliche Korrektheit bzw. Genauigkeit und Aktualität. Sie sind nicht dazu geeignet und bestimmt, die professionelle persönliche Diagnose, Beratung und Behandlung durch Ihren Arzt oder Apotheker zu ersetzen. Bitte verwenden Sie die Inhalte auf keinen Fall zur Eigendiagnose bzw. Eigenmedikation. Suchen Sie bei Beschwerden oder Symptomen immer unverzüglich einen Arzt auf!
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