Schlafapnoe

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Bei einer Schlafapnoe, kurz auch SAS genannt, setzt die Atmung nachts für einen kurzen Zeitraum aus . Dadurch kommt es zu einem verringerten Sauerstoffgehalt im Blut. Der Betroffene erwacht dann und atmet tief ein. Dieser Prozess wiederholt sich mehrmals, sodass der für die Regeneration notwendige Schlaf dauerhaft gestört ist.

Unterschiedliche Formen von Schlafapnoe

Die Medizin unterscheidet die obstruktive und die zentrale Schlafapnoe. Die obstruktive Form ist dadurch bedingt, dass sich im Schlaf die Muskeln entspannen und – vor allem in Rückenlage – die Zunge in den Rachen zurückfällt. Dies äußert sich durch Schnarchen. Die Rachenöffnung kann sich dabei völlig verschließen und es kommt zur Atempause. Bei der zentralen Schlafapnoe spielt das Gehirn eine wesentliche Rolle. Dieses sendet dann keine Signale an die Atemmuskeln aus, sodass kurzzeitig die Atmung aussetzt. Erst wenn zu wenig Sauerstoff im Blut ist, wird das Gehirn „alarmiert“ und die Atmung wird fortgesetzt. Oftmals liegt eine Kombination beider Varianten vor.

Ursachen und Folgen von Schlafapnoe

Als ursächlich für die nächtlichen Atemstillstände gelten in der Regel Verengungen der Atemwege . Diese sind manchmal erblich bedingt, meistens ist aber Übergewicht ( Adipositas ) der Grund, warum die Atemmuskeln nicht ausreichend funktionieren. Andere Gründe können Polypen oder Mandelvergrößerungen, Diabetes, Herzinsuffizienz, Alkoholkonsum oder Rauchen sein. Im Durchschnitt kommt es zu 100 bis 500 Atemaussetzern pro Nacht. Der Betroffene hat dadurch tagsüber Konzentrationsschwierigkeiten, ist müde oder fällt sogar in einen Sekundenschlaf, was mit einem erhöhten Unfallrisiko verbunden ist. Auch die Wahrscheinlichkeit an einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erkranken nimmt zu. Des Weiteren wurden Symptome wie erhöhter Blutdruck und Kopfschmerzen beobachtet.

Diagnoseverfahren und Therapiemaßnahmen bei Schlafapnoe

Eine Schlafapnoe sollte aufgrund der erheblichen und oft unterschätzten gesundheitlichen Risiken von einem HNO-Arzt behandelt werden. Für die Diagnose ist meist eine Übernachtung in einem Schlaflabor notwendig. Dort werden Atemfrequenz und Atemgeräusche sowie mittels EKG die Herzströme und EEG die Hirnströme gemessen. Damit lässt sich im Anschluss der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) berechnen. Häufig kann eine Gewichtsreduktion , der Verzicht auf Medikamente sowie Alkohol und Zigaretten die Atmung während des Schlafes verbessern. In schwerwiegenderen Fällen ist das Tragen einer Atemmaske notwendig. Nasenpolypen, eine vergrößerte Zunge oder vergrößerte Mandeln werden operativ behandelt.

Die Inhalte dieses Artikels wurden von medizinischen Laien verfasst und dienen ausschließlich der allgemeinen unverbindlichen Vorabinformation. Sie stellen keine Beratung oder Empfehlung bezüglich Medikamente, Diagnose- oder Therapieverfahren dar. GoYellow und die Verfasser übernehmen keine Gewähr für deren Vollständigkeit und wissenschaftliche Korrektheit bzw. Genauigkeit und Aktualität. Sie sind nicht dazu geeignet und bestimmt, die professionelle persönliche Diagnose, Beratung und Behandlung durch Ihren Arzt oder Apotheker zu ersetzen. Bitte verwenden Sie die Inhalte auf keinen Fall zur Eigendiagnose bzw. Eigenmedikation. Suchen Sie bei Beschwerden oder Symptomen immer unverzüglich einen Arzt auf!
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