Finanzplanung

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Finanzplanung ist der Prozess der Erstellung eines Finanzplans eines Unternehmens , Staates oder Privathaushalts . Das primäre Ziel der Finanzplanung besteht in der Kapitalbedarfsplanung und der Liquiditätsplanung .

Phasen der Finanzplanung

  1. (rückwärtsgerichtete) Finanzanalyse des Ist-Zustandes
  2. Soll- und Ist-Analyse
  3. Finanzprognose
  4. Planung der alternativen Möglichkeiten zur Finanzbeschaffung
  5. Planausgleich
  6. Kontrolle der Planvorgaben (Finanz- und Liquiditätskontrolle)
  7. Planrevision

Finanzkonzept

Der Anlass, die Zielgruppe und die Reihenfolge, nach denen jede Phase durchlaufen wird, das Regelwerk jeder Phase, in dem eingehende Informationen, deren Verarbeitung und deren Ergebnis beschrieben sind, die zur Verfügung stehenden Finanzdienstleistungen und das Ziel der Finanzplanung sind in einem Finanzkonzept beschrieben.

Unternehmerische Finanzplanung

  • Die Aufgabe der Finanzplanung ist es, die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Die große Bedeutung der Finanzplanung ergibt sich daraus, dass ein Unternehmen von der Insolvenz bedroht ist, wenn es seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.
  • Im Rahmen eines Finanzplanes werden die in der Zukunft erwarteten Einzahlungen und Auszahlungen einander gegenübergestellt, um damit frühzeitig zukünftige Liquiditätslücken aufzudecken. So können rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens eingeleitet werden.
  • Die Finanzplanung ist ein wesentlicher Bestandteil des Business-Plans und Voraussetzung für die Förderung des Geschäftsvorhabens von Existenzgründern.

Staatliche Finanzplanung

Haushaltsplan

Unter dem Begriff Haushaltsplan versteht man in der Verwaltung einen rechtlich verbindlichen Plan mit einer Laufzeit von einem oder zwei Jahren, der alle Ausgaben und Einnahmen ( Kameralistik ) oder Erträge und Aufwendungen ( Doppik ) zusammenfasst.

Mittelfristige Finanzplanung

Unter dem Begriff mittelfristige Finanzplanung versteht man einen rechtlich unverbindlichen Plan zur Einbettung des jeweiligen Haushaltsplans in einen Mehrjahreszeitraum, wobei das längerfristige finanzpolitische Programm der Regierung abgebildet werden soll. Hierbei beträgt die gesamte Planungsperiode fünf Jahre, wobei Haushalts- und Kassenjahr hierbei mit eingeschlossen sind, über das zugehörige Haushaltsjahr hinaus werden somit drei Jahre geplant. Auf diese Weise wird auch eine Reihung von Investitionen über mehrere Perioden möglich.

Der Prognosezeitraum der Finanzplanung ist relativ kurz. Häufig werden langfristige Planungen in der mittelfristigen Planung nicht berücksichtigt. Durch ein häufiges Wechseln der Systematik wird ein Vergleich mit Vorjahren erschwert.

Da die mittelfristige Finanzplanung die Liquidität sicherstellen soll, bezieht sie sich auf Ausgaben und Einnahmen und nicht auf Kosten und Leistungen (Kosten-Leistungs-Rechnung ).

Der Begriff der mittelfristigen Finanzplanung wird primär in der Kameralistik verwendet. In der Doppik spricht man von der sog. „mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung“. [1] Hier wird neben einer mittelfristigen Planung der Einzahlungen und Auszahlungen (Finanzplanung) insbesondere auch eine mittelfristige Planung der Erträge und Aufwendungen (Ergebnisplanung) vorgenommen.

Mehrjähriger Finanzrahmen der EU

Der Mehrjährige Finanzrahmen (früher: Finanzielle Vorausschau) der Europäischen Union legt den verbindlichen finanziellen Rahmen für den Haushalt der Europäischen Union in einem Mehrjahres-Zeitraum fest. Er wird auf Grundlage eines Vorschlags der Europäischen Kommission vom Rat der Europäischen Union , der in diesem Fall einstimmig entscheidet, gemeinsam mit dem Europäischen Parlament vereinbart. Aktuell gültig ist der Mehrjährige Finanzrahmen für den Zeitraum von 2007 bis 2013. [2] Der Mehrjährige Finanzrahmen für den Zeitraum von 2014 bis 2020 liegt ebenfalls bereits vor. [3]

Private Finanzplanung

Private Finanzplanung ist die Synthese aus Steuer – und Rechtsberatung , Finanzmathematik und dem vertieften Wissen über Produkte aus der Bank -, Versicherungs- und Immobilienbranche .

 

Das Original dieses Artikels finden Sie hier.
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Die Authoren des Originalartikels sind hier veröffentlicht.
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