Burnout

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Wörtlich übersetzt bedeutet Burnout „ Ausgebrannt sein “. In den letzten Jahren tauchte der Begriff immer häufiger in den Medien auf und geistert seitdem durch die Presse. Topmanager, Schlagerstars und Prominente leiden plötzlich unter Burnout – einer Krankheit, von der man davor noch nie etwas gehört hatte. Burnout gilt daher bei vielen Medizinern als Mode-Erkrankung von Führungskräften und Stars und wird häufig als Begriff missbraucht, um die weniger gesellschaftsfähige Depression zu kaschieren. Dabei ist Burnout eigentlich ein Phänomen, das zunächst bei Angestellten in pflegenden und lehrenden Berufen entdeckt wurde und nicht alle Symptome decken sich mit denen einer Depression .

Diagnose Burnout

Nach wie vor streiten daher Ärzte und Wissenschaftler, ob es sich bei Burnout tatsächlich um eine eigenständige Krankheit handelt oder um eine Begleiterscheinung von Depressionen oder dem chronischen Erschöpfungssyndrom. Nach ICD-10 – dem international anerkannte Diagnoseschlüssel für Krankheiten von der WHO – gilt Burn-Out nicht als wissenschaftlich anerkannte Krankheit, sondern wird lediglich als Zusatzdiagnose (Z73) anderer Krankheiten anerkannt. Dadurch können die gesetzlichen Krankenkassen auch nicht in die Behandlungspflicht genommen werden. Stattdessen wird Burnout bisher noch als Leiden klassifiziert, das sich lediglich durch „ Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung “ ausdrückt. Durch die fehlende Definition von Burnout als Krankheit wird auch die Diagnose erschwert. Zum einen sind die Überschneidungen mit anderen Krankheiten groß – z.B. mit Depressionen , Schilddrüsenunterfunktion, dem Chronischen Erschöpfungssyndrom ( Fibromyalgie ) – zum anderen wird aktuell mittels unterschiedlichster Fragebögen diagnostiziert – es fehlt also ein standardisierter Diagnoseschlüssel.

Ursachen für Burnout

Trotz der fehlenden Diagnosestandards berichten gerade Pfleger, Lehrer und Führungskräfte immer wieder von den gleichen Symptomen, die inzwischen auch in die Fragebögen zur Feststellung von Burnout eingeflossen sind. Die häufigsten Merkmale sind:

Erschöpfung , Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit und Müdigkeit

Gleichgültigkeit und Zynismus gegenüber der Arbeit als Schutzmechanismus

Totale Desillusionierung und Gefühl der Sinnlosigkeit, Ineffizienz und Wirkungslosigkeit des eigenes Tuns

Die Ursachen für Burnout sind dabei vermutlich vielfältig. Auffällig ist sicher, dass es sich um ein Phänomen der Moderne handelt. Möglicherweise sind der gestiegene Leistungsdruck, das Pflege- und Schulsystem und der Wunsch, sich im Job selbst zu verwirklichen mit Grund für das Auftauchen der Diagnose Burnout. Hinzu kommt die ständige Erreichbarkeit durch die moderne Telekommunikation, die von vielen Arbeitnehmern als Dauerbelastung empfunden wird. Fraglich bleibt, ob der Begriff Burnout nicht trotzdem eine Verschleierung anderer Krankheiten ist, die weniger nach Überarbeitung und Leistungsgesellschaft klingen wie z.B. die Depression .

Bei der Diagnose wird daher zunächst versucht, andere sowohl organische wie auch psychische Krankheitsbilder auszuschließen. Häufige weitere Symptome neben dem Grundgefühl der Erschöpfung, Sinnlosigkeit und Gleichgültigkeit bei Burnout sind Schlafstörungen , Muskelschmerzen, Verspannungen, Kopfschmerzen , Reizdarm und Herzklopfen.

Therapie bei Burnout

Da es sich bei Burnout um eine psychosomatische Erkrankung handelt, wird auch bei der Behandlung immer ein Mix aus Psychotherapie und anderen körperlichen Behandlungsmethoden eingesetzt werden. Ziel ist zunächst die Stressreduktion z.B. durch autogenes Training , Meditation oder Yoga – aber auch durch ganz pragmatische Änderungen der Arbeitssituation. Da Burnout keine anerkannte Krankheit ist, werden nur bestimmte Therapien von den Krankenkassen übernommen. Überweist ein Arzt den Burnout-Patienten an einen Psychotherapeuten, bezahlt die Kasse.

Die Inhalte dieses Artikels wurden von medizinischen Laien verfasst und dienen ausschließlich der allgemeinen unverbindlichen Vorabinformation. Sie stellen keine Beratung oder Empfehlung bezüglich Medikamente, Diagnose- oder Therapieverfahren dar. GoYellow und die Verfasser übernehmen keine Gewähr für deren Vollständigkeit und wissenschaftliche Korrektheit bzw. Genauigkeit und Aktualität. Sie sind nicht dazu geeignet und bestimmt, die professionelle persönliche Diagnose, Beratung und Behandlung durch Ihren Arzt oder Apotheker zu ersetzen. Bitte verwenden Sie die Inhalte auf keinen Fall zur Eigendiagnose bzw. Eigenmedikation. Suchen Sie bei Beschwerden oder Symptomen immer unverzüglich einen Arzt auf!
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