Atemtherapie

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Die Atemtherapie ist ein alternatives Heilverfahren, welches vor allem von Heilpraktikern angewandt wird, um die Körperwahrnehmung und das Körpergefühl von Patienten zu verbessern. Neben dem psychologischen und psychosomatischen Anwendungsbereich wird die Atemtherapie aber auch bei körperlichen Beschwerden wie z.B. Asthma oder Muskelverspannungen angewandt.

Wirkweise der Atemtherapie

Durch den Atem wird der Organismus mit Sauerstoff versorgt. Kommt es zu einer Beeinträchtigung der regulären Atmung z.B. durch Stress oder körperliche Beschwerden, leidet darunter die geistige Leistungsfähigkeit und physische Vitalität. Das kann zu chronischen Erschöpfungszuständen und Müdigkeit führen.

Der Atem ist aber auch ein direkter Spiegel der seelischen Befindlichkeit: bei Angst atmet der Mensch schneller und stoßweise und unter Stress bleibt einem manchmal die Luft weg. Dabei ist der Atem die einzige vegetative, unbewusste Körperfunktion, die man auch bewusst steuern kann und dadurch, so die Vorstellung der Atemtherapie, auch körperliche und seelische Zustände verändern kann. Durch ein bewussteres Atmen sei es möglich, ruhiger, gelassener und entspannter zu werden, physische Verspannungen und Blockaden zu lösen und für mehr Konzentration und Ausgeglichenheit zu sorgen. Dabei legt der Atemtherapeut besonderen Wert auf die sogenannte Zwerchfellatmung , durch die eine volle Ausnutzung der Lungenkapazität und verbesserte Sauerstoffversorgung erreicht werden kann.

Geschichte der Atemtherapie

Es gibt verschiedene Atemtherapiemethoden, die auf unterschiedliche Lehrmeister zurückgehen. Dabei kann die Atemtherapie auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits in den vedischen Schriften der indischen Upanishaden, die über 2000 Jahre alt sind, findet sich die Beschreibung des sogenannten Pranayama – die meditativen Atemübungen im Yoga. Auch im Qigong sind Atemübungen der essentielle Kern dieser uralten Heilkunde. So bedeutet Qi in erster Linie von der Wortbedeutung her „Atem“. In der westlichen Welt und Neuzeit hat vor allem die Psychologie C.G. Jungs die Atemtherapie stark geprägt. Zu den wichtigsten Vertretern und Schülern dieser Richtung zählen Cornelis Veening und Ilse Middendorf, auf deren Schriften noch heute die meisten Atemtherapie-Methoden beruhen.

Indikationen für die Atemtherapie

Es gibt bis heute keine klinischen Studien zur Wirksamkeit der Atemtherapie als psychosomatische Heilmethode. Heilpraktiker bieten die Atemtherapie vorwiegend bei stressbedingten, psychischen Leiden wie Burn-Out, Prüfungsangst , Schlafstörungen und Depressionen an. Als medizinische Maßnahme zur Behandlung körperlicher Erkrankungen eignet sich die Atemtherapie auch bei Asthma , Lungenerkrankungen, haltungsbedingten Rückenbeschwerden und Verspannungen.

Aber auch Sportler, Sänger oder Künstler, die im Rampenlicht stehen, nutzen die Atemtherapie, um die Ausdauer und Sauerstoffversorgung zu verbessern bzw. die Stimme zu festigen und gegen Lampenfieber anzukämpfen. Wird die Atemtherapie als therapeutische Maßnahme von einem Arzt verordnet, trägt die gesetzliche Krankenkasse dafür in der Regel die Kosten.

Die Inhalte dieses Artikels wurden von medizinischen Laien verfasst und dienen ausschließlich der allgemeinen unverbindlichen Vorabinformation. Sie stellen keine Beratung oder Empfehlung bezüglich Medikamente, Diagnose- oder Therapieverfahren dar. GoYellow und die Verfasser übernehmen keine Gewähr für deren Vollständigkeit und wissenschaftliche Korrektheit bzw. Genauigkeit und Aktualität. Sie sind nicht dazu geeignet und bestimmt, die professionelle persönliche Diagnose, Beratung und Behandlung durch Ihren Arzt oder Apotheker zu ersetzen. Bitte verwenden Sie die Inhalte auf keinen Fall zur Eigendiagnose bzw. Eigenmedikation. Suchen Sie bei Beschwerden oder Symptomen immer unverzüglich einen Arzt auf!
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