3 Bewertungen für Stiftung Berliner Philharmoniker

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planenundbauen

Für mich als Musiker das beste Konzerthaus weit und breit. Eine sehr ausgewogene Akustik - ohne Betonung bestimmter Frequenzen - lassen den Sologesang ebenso brillant wirken wie große Chöre. Ob Klavie...
Für mich als Musiker das beste Konzerthaus weit und breit. Eine sehr ausgewogene Akustik - ohne Betonung bestimmter Frequenzen - lassen den Sologesang ebenso brillant wirken wie große Chöre. Ob Klaviersolo oder riesiges Orchesterwerk - man kann fast von allen Plätzen sämtliche Klangfarben genießen, und zwar immer in der richtigen Lautstärke. Und optisch ist die große Philharmonie immer schon Geschmackssache gewesen: außen sehr gewöhnungsbedürftig, aber innen durchaus hölzern- behaglich. Sieht man von den Verirrungen wundersamer Baumaterialien auf den Fluren und Gängen einmal ab, verdient die gesamte Raumwirkung auch heute noch 5 Sterne. Aktuell sind ja riesige Schuhkarton- artige Konzerthäuser angesagt, die vielleicht alles, nur nicht behaglich sind. Aber man wird die Werte einer echten Philharmonie wieder schätzen lernen, die hier in Bestform zu sehen und zu hören ist!
Bewertung auf golocal.de von planenundbauen am Di 27.01.2015 Bewertung von golocal lesen Problem melden
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Hendrik Rau

Ich bin hier im März einmal zu einem Auftritt einer Freundin gewesen, die in einem großen Chor mitsingt. Dieser wurde bei dem Auftritt von einem Orchester begleitet und so bildeten sie ein wunderbar g...
Ich bin hier im März einmal zu einem Auftritt einer Freundin gewesen, die in einem großen Chor mitsingt. Dieser wurde bei dem Auftritt von einem Orchester begleitet und so bildeten sie ein wunderbar großes Ensemble. Mir wurde heiß und kalt, als ich das Zusammenspiel gehört habe und ich hätte noch sehr viel länger hier verweilen können. Das Haus der Berliner Philharmonie findet man unweit vom Potsdamer Platz, es ist von dort aus zu Fuß erreichbar. Wie andere Kulturhäuser hat auch die Philharmonie mehrere Eingänge. Im Inneren ist sie riesengroß. Die Eingangshalle ist sehr weitläufig, man hat hier eine sehr lange Reihe für die Garderobe eingeplant, sodass es nicht zu einem Stau kommen kann, wenn eine Veranstaltung ansteht. Auch verläuft sich die große Menge an Gästen in dem Gebäude schnell, sodass es keine Menschenmasse ist. Mittig im Foyer stehen die Bar, drum herum einige Stehtische und Sitzgelegenheiten für die Gäste, die nicht viel stehen können. Die Snacks und Getränke für die Pausen sind preislich sehr hoch, auch das ist bei Veranstaltungen in solchen Gebäuden bekannt (eine Weißweinschorle war 6,50€ teuer, Brezeln: 2€). Verschiedene Treppen führen zu den einzelnen Rängen, man wird aber von Platzwarten eingewiesen, wenn man keine Ahnung hat. Sie sind alle sehr freundlich und zuvorkommend, haben wahrscheinlich ein Auge für planlose Leute wie mich. ;-) Der Raum der Vorstellung war so gestaltet, dass man von hinten und von vorne auf die Bühne blicken konnte. Die Kartenpreise hängen von der Position des Sitzplatzes ab. Leider saß ich dahinter und konnte zwar so viele schöne Hinterköpfe begutachten, aber nicht das Spektakel von der Frontseite miterleben. Die Akustik ist sehr intensiv und ich war vom ersten bis zum letzten Ton gefesselt.
Bewertung auf golocal.de von Hendrik Rau am Sa 15.11.2014 Bewertung von golocal lesen Problem melden
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Biscuitty

Die "Heimat" der Berliner Philharmoniker ist das golden glänzende Kernstück des Kulturforums am Kemperplatz. Als das Gebäude nach nur 37 Monaten Bauzeit im Herbst 1963 eröffnet wurde, war nicht nur de...
Die "Heimat" der Berliner Philharmoniker ist das golden glänzende Kernstück des Kulturforums am Kemperplatz. Als das Gebäude nach nur 37 Monaten Bauzeit im Herbst 1963 eröffnet wurde, war nicht nur der Zeitplan unterschritten, auch die Baukosten waren in der vorgesehenen Höhe geblieben. Damals stand die Philhamonie allein in einer öden Randlage der Stadt, heute ist das Kulturforum direkt neben den Neubauten des Potsdamer Platzes in deren Mitte angekommen, ohne auch nur einen Zentimeter verrückt worden zu sein. Zusammen mit dem Kammermusiksaal, der erst 1987 eröffnet wurde, der Staatsbibliothek,1978 eröffnet, und den Museen (Kunstgewerbe, Musikinstrumente) ist hier das Mekka der Hochkultur in Berlin zu finden. Der geniale Architekt Hans Scharoun hat die Pläne lange vor Baubeginn konzipiert und das gesamte Forum leider nie gesehen. Die Baukörper von Philharmonie und Kammermusiksaal sind durch einen Gang verbunden, eigentlich ein gemeinsames Foyer, das auch einen Eingang vom Parkplatz her bietet. Der eigentliche Haupteingang liegt für heutige Sicht auf der Rückseite der Gebäude, hin zum Tiergarten gerichtet. Beim Bau war das die zugängliche "schöne" Seite, auf der anderen war der Potsdamer Platz mit der Mauer. Die Philharmonie bietet Platz für 2250 Zuhörer, das Orchesterpodium liegt wie die Manege im Zirkus in der Mitte des großen Saales. Dies hat zum Spitznamen Zirkus Karajani geführt. Herbert von Karajan war maßgeblich an der Planung des Podiums beteiligt, hat es sogar auf eigene Kosten nach Fertigstellung umbauen lassen. Dass er in das Dirigentenzimmer ein Bad mit Wanne hat einbauen lassen, erregte in den Sechziger Jahren die Gemüter. Ich war übrigens als Schülerin schon in der ersten Woche zum Zuhören dort, nicht in der Badewanne natürlich ;-) Die Akustik des Saales ist perfekt. Von jedem Platz aus kann man gleich gut hören. Ich durfte bei einem Workshop vom Podium aus probieren, wie ich gehört werde: Einwandfrei bis ganz oben und hinten. Mit Arbeitslicht hat mir der Saal beinahe noch besser gefallen als im Glanz der Veranstaltungsbeleuchtung. Übrigens ist die Akustik so gestaltet, dass der Saal für das Orchester gleich klingt, wenn Publikum ihn füllt oder die leeren Sitze einfach so dastehen. Der Bezug und die Form der Rückenlehnen verhalten sich akustisch so wie sitzende Menschen. Foyer und Treppenaufgänge, der Gastronomiebereich, der Fan-Shop der Philharmoniker und der Eingangsbereich sind alles Hingucker und für sich genommen architektonische Kleinode. Bei Sonneneinstrahlung leuchten die kleinen runden Farbscheiben märchenhaft, die Wendeltreppen und Durchbrüche zum Hinunterschauen machen Spaß und überhaupt ist das Gebäude so spannend und abwechslungsreich, dass es allein schon deshalb Sinn macht, es anzusehen. Ich füge zunächst Fotos an, die weniger die Außenansicht zeigen sondern einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Das hier soll auch nicht unendlich lang werden, es könnte noch sehr viel Information gegeben werden, aber ein Blick in die Homepage oder in Wikipedia füllt diese Lücken hervorragend. Ich teile Euch lieber meine persönlichen Eindrücke mit. Ich verbinde mit der Philharmonie unvergessliche Musikerlebnisse. Aufgetreten bin ich allerdings "nur"einige Male im Kammermusiksaal, dem kleinen Bruder der Philharmonie. Wer noch nicht dort war: Schaut nach den Lunch-Konzert-Angeboten! Der Eintritt ist frei, die Künstler erste Sahne, das Foyer knackvoll mit Menschen, die sich überall auf Treppen und Nischen verteilen und sich gegenseitig anlächeln. Neue Fotos vom Backstage-Bereich und dem Kammermusiksaal angefügt. Fazit: Hochkultur ohne Abschreckungseffekt! Unbedingt empfehlenswert.
Bewertung auf golocal.de von Biscuitty am So 09.11.2014 Bewertung von golocal lesen Problem melden

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Info: Bei diesem Eintrag handelt es sich nicht um ein Angebot von Stiftung Berliner Philharmoniker, sondern um von goyellow.de bereitgestellte Informationen.