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1 Bewertung für Evang. Pfarramt


Vorab, ich berichte hier über keine eigene Erfahrung sondern eine Überlieferung die mir mein Großvater erzählte und er hatte es wieder von seinem Vater gehört. Ich habe nachrecherchiert und hier der B..
Vorab, ich berichte hier über keine eigene Erfahrung sondern eine Überlieferung die mir mein Großvater erzählte und er hatte es wieder von seinem Vater gehört. Ich habe nachrecherchiert und hier der Bericht. Das evangelische Pfarrhaus in Wilhelmsfeld wurde im 19. Jahrhundert von der Kaiserin von Österreich besucht. Es war keine geringere als Elisabeth oder besser bekannt als Sissy. Wie man weiß hat Sissy, trotz ihrer Sportlichkeit und Schlankheit, verschiedene Krankheiten gehabt und war auf Grund Ihres Standes, in der Lage sich für alle Probleme einen entsprechenden Arzt zu suchen. So kam Sie, gemeinsam mit ihrer Tochter Valerie, 1884 nach Heidelberg zu einem Dr. Metzger, der ihr Ischiasleiden erfolgreich behandelte. Im darauffolgenden Jahr kam sie auf Grund der guten Erfahrungen erneut. Sie stieg jeweils im Heidelberger Schloßhotel ab. Da es ihrem Befinden guttat wurden des öfteren Wanderungen angesetzt. So auch nach Wilhelmsfeld. Sissy wurde begleitet von Valerie und zwei, drei Bediensteten, heute würde man bodyguards sagen. Das Ziel war Wilhelmsfeld – man benötigt hierzu bei guter Kondition ca. 4-5 Stunden. Die Gruppe wollte im Gasthaus „Schriesheimer Hof“ einkehren. Im Vorfeld wurde mit dem Wirt Jöst gesprochen und ihm mitgeteilt, dass eine englische Gruppe einkehren wolle, aber ihr vegetarisches Essen von Heidelberg geliefert werde und der Wirt lediglich sein Nebenzimmer zur Verfügung stellen sollte. Dies lehnt der alte Jöst rigoros ab, mit den Worten: „Was bei mir gesse werd, des werd bei mir a gekocht.“ Basta ! Also musste ein anderes Quartier gesucht werden und dies war dann das evangelische Pfarrhaus von Wilhelmsfeld. Der damalige Pfarrer Ulmer hatte die Ablehnung mitbekommen und sein Haus angeboten. Dies war für die damalige Zeit sehr bemerkenswert, da Kaiserin Elisabeth dies als streng gläubige Katholiken überhaupt annahm. Für den Pfarrer dürfte es ebenfalls sehr stressig gewesen sein, denn es war der Ostersonntag 1885. Überliefert ist auch, dass Sissy sich in einer Art Geschwindigkeitsschritt fortbewegte, dem das Gefolge nur ächzend und stöhnend nachkam. Nicht mal ein Bach konnte ihr Tempo vermindern. Mit einem kurzen Sprung, den Schlepprock elegant gerafft, überwand sie ihn, trotz ihres Ischiasleidens. Kaiserin Elisabeth und ihre Tochter wurden in Heidelberg nicht vergessen. So wurde ein Spazierweg, beginnend nach dem Fußgängersteg beim Karlstorbahnhof (Altstadt) mit dem Namen Valerieweg bedacht, der dann nach oben Richtung Schloß führt und in den Elisabethenweg mündet. Erhalten blieb auch je eine Gedenktafel am Schützenhaus, oberhalb des Schlosses und an der Hoteldependance Schlosspark im Molkenkurweg. Sissy war mit ihrer Tochter 4 x mal in den Jahren zw. 1883 und 1890 für längere Zeit in Heidelberg. Gewohnt hat sie jeweils im Schloßhotel, das einen direkten Blick auf das Heidelberger Schloß und eine einmalige Aussicht weit in die Rheinebene hatte. (siehe Foto) Das Schloßhotel gibt es nicht mehr, hier wurde in ähnlicher Form des ursprünglichen Gebäudes ein Projekt mit Edelappartements errichtet. Ich hoffe dass der Beitrag, der keine eigene Erfahrung darstellt aber von mir nachrecheriert wurde, trotzdem gefallen hat.
Bewertung auf golocal.de von sorei am Wed 04.03.2015
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