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Die Kreisstadt Warendorf des gleichnamigen Kreises im Norden Nordrhein-Westfalens liegt im Osten des Münsterlandes, am Fluß Ems. Die Gründung Warendorfs geht wohl auf ein sächsisches Gehöft des 9. Jh. zurück, die Stadtrechte wurden wohl um das Jahr 1200 verliehen. In den folgenden Jahrhunderten erlangte Warendorf Bedeutung als Handelsstadt, insbesondere als wichtige Station auf dem Weg nach Münster, und als ein Zentrum des Leinenhandels. Aus dieser Zeit stammen die Teile der Altstadt im Bereich des Marktplatzes, in denen sich damals die wohlhabenden Kaufleute ansiedelten. Einen Bruch erlitt die Entwicklung Warendorfs durch die radikalen Wiedertäufer, die während ihrer zeitweiligen Herrschaft nicht nur im berühmteren Münster einen Bildersturm entfachten, dem zahlreiche kirchliche Kunstschätze, zum Opfer fielen. Nachdem Fürstbischof Franz von Waldeck die in Warendorf nur einwöchige Regierungszeit dieser endzeitlichen Sekte, der neben der geächteten Erwachsenentaufe auch das Laster der Polygamie vorgeworfen wurde, beendet hatte, verlor Warendorf zur Strafe zeitweilig seine Stadtrechte. Daß die in den folgenden Jahrhunderten ihren Rang als Handelsstadt mehr und mehr einbüßende Stadt heute als "Pferdestadt" bekannt ist, verdankt sie der Ansiedelung des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts mitsamt Reitschule. So prägen heute nicht nur die von vergangenem Reichtum zeugenden imposanten Giebel der Bürgerhäuser das Stadtbild, sondern vor allem auch Reitsport und Pferdezucht, die Warendorf zum Mekka des Pferdesports machen.





 






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