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Bleibt alles anders

Von Weihnachten hören wir nur noch leises Hufgetrappel, an Silvester erinnert lediglich der überquellende Flaschencontainer vorm Haus. Das neue Jahr liegt wie eine frisch verschneite Wiese vor uns, in die wir jetzt unsere ersten Schritte setzen werden. Vielleicht etwas tiefere als sonst, aber wir wollen nicht indiskret sein, wozu gibt es dicke Pullis. Wenn sich jetzt doch ein leise schales Gefühl in unserem Mund ausbreitet und das definitiv nicht mehr der Nachgeschmack von Discounterchampagner ist, dann höchstens, weil wir inzwischen wissen, dass der Jahreswechsel immer wieder gewisse Ansprüche an uns stellt, die wir in der Regel nicht erfüllen werden. Wie das Grauen des Schriftstellers vor dem leeren Blatt Papier beschleicht uns auch das Gefühl, dass das neue Jahr doch irgendwie anders, ganz besonders werden soll. Dazu müssten wir etwas ändern. Bekanntlich hasst der Mensch Veränderungen. Das Andere muß schon ungewöhnlich reizvoll sein, dass wir aus dem Quark kommen und alte Gewohnheiten aus unsere Zotteln schütteln. Darum wollen wir euch nicht mit so großen Änderungen belästigen wie “werft euren Bürojob hin und wandert nach Tibet aus, wo ihr Bergziegen melken und überteuertes Salz an neureiche Yuppies in Deutschland verkaufen könnt”. Stattdessen schlagen wir euch mal den Besuch dieser adretten Seite vor: www.etsy.com. Für ein paar kleine, nicht allzu schwierige Veränderungen, die nicht an den Grundfesten eurer Persönlichkeit rütteln, sondern lediglich ein wenig die Fassade verschönern. Auf Etsy findet man Ungewöhnliches, Einzigartiges, Selbstgemachtes – vermutlich von Menschen, die nach erfolgreich Tibet ausgewandert sind und jetzt Bergziegenhaar zu Gold spinnen. Egal – schließlich verdienen wir mit unseren öden Bürojobs genug Geld, um uns diese hübschen Dinge einfach zu leisten….

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© Jürgen Treiber / www.pixelio.de

Abwarten und Tee trinken

Gleich nach dem Sendlinger Tor kann man es schon riechen, wenn man die Nase ein wenig spitzt: den Geruch nach Zimt, Vanille, Kirschen, Bergamotte. Denn am Anfang der Sendlingerstrasse befindet sich das Tea House – Münchens Teeladen mit der größten Auswahl an allen nur erdenklichen Sorten. Auf engstem Raum in meterhohen Regalen aus dunklem Holz stapeln sich die Dosen mit Gunpowder, Oolong, Blütentee, Tee in allen Farben und Formen, aus Indien, China, Japan, Früchtetee, Kräutertee, schwarzer, weißer, grüner Tee, geerntet von barfüssigen Jungfrauen bei Mondschein an der Nordwand des Matchupichu – wie exklusiv der Geschmack des geschätzten Teetrinkers auch sein mag – es gibt schier keine Sorte, die man hier nicht findet. Dabei kann man stundenlang vor den Regalen stehen und an den kleinen Probierdosen schnuppern, aus denen der Geruch von Ingwer, Mango, Holunder und Jasmin strömt….besonders schön: der Blütentee, zunächst eine unscheinbare, grüne Kugel, der aufgegossen plötzlich eine opulente Knospe im Glas entfaltet. Gerade in einem lange Winter eine kleine Erinnerung an den Frühling…

© Martin Schneider / www.pixelio.de

Vier Werkstätten

Die vier Werkstätten in der Fraunhoferstrasse 20 im Münchner Glockenbachviertel sind die Anlaufstelle  für in Panik geratene Lastminute-Käufer von Geschenken – dann, wenn Geld schon keine Rolle mehr spielt, man aber feststellt, dass selbst für das Rheingold in anderen Läden partout kein brauchbares Präsent zu ergattern ist. In diesem Laden findet man Selbstgemachtes, aber nicht umhäkelte Kleiderbügel oder krummbeinige Fimofiguren, sondern besondere Kleinigkeiten aus Papier, Keramik und Stoff. Papeterie-Unikate, wie z.B. bunte Papierkörbe, die man, kommt man rechtzeitig, nach eigenen Vorstellungen anfertigen lassen kann, handbemalte Tassen und Teller, ungewöhnliche Taschen aus absonderlichen Materialien, Scheren in Vogelform – Verrücktes, Verspieltes, Phantasievolles. Was man hier kauft, möchte man am liebsten selber behalten!

© kaemte / www.pixelio.de

griechische Spezialitäten – Tassos Ekizoglou – München

An der Adresse Donnersbergerstrasse 36 in München findet man diesen kleinen Garten Eden.
Der Ladenbesitzer Tassos Ekizoglou betreibt sein Geschäft mit fast religiösem Eifer, seine Mutter steht in der Küche und zaubert selten gute Antipasti wie eingelegte Tintenfische, Oliven, gefüllte Weinblätter und Artischocken. Hier bekommt man auch immer Tomaten, die wie solche schmecken – aber auch Zuchiniblüten, Brunnenkresse und frischen Knoblauch.

© Paul-Georg Meister / www.pixelio.de

Konditorei Maelu – München

http://www.maeser-luksch.de/
In der Konditorei Maelu von Ralf Mäser und Sonja Mäser-Luksch kann man nicht nur zuckersüße Mini-Törtchen bestellen, wenn einem Pralinen als Mitbringsel nur noch ein staubiges Gähnen entlocken, es gibt auch entzückende Macarons, handgeschöpfte Schokoladen und selbstgemachte Fruchtaufstriche. Erste Sahne, finden wir!

© http://www.maeser-luksch.de/