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Vier Werkstätten

Die vier Werkstätten in der Fraunhoferstrasse 20 im Münchner Glockenbachviertel sind die Anlaufstelle  für in Panik geratene Lastminute-Käufer von Geschenken – dann, wenn Geld schon keine Rolle mehr spielt, man aber feststellt, dass selbst für das Rheingold in anderen Läden partout kein brauchbares Präsent zu ergattern ist. In diesem Laden findet man Selbstgemachtes, aber nicht umhäkelte Kleiderbügel oder krummbeinige Fimofiguren, sondern besondere Kleinigkeiten aus Papier, Keramik und Stoff. Papeterie-Unikate, wie z.B. bunte Papierkörbe, die man, kommt man rechtzeitig, nach eigenen Vorstellungen anfertigen lassen kann, handbemalte Tassen und Teller, ungewöhnliche Taschen aus absonderlichen Materialien, Scheren in Vogelform – Verrücktes, Verspieltes, Phantasievolles. Was man hier kauft, möchte man am liebsten selber behalten!

© kaemte / www.pixelio.de

Schwimmende Häuser

Ein Fisch sein, ein Schwan, auf dem Wasser schweben, schwerelos – wer träumt nicht davon. An der norddeutschen Küste kann man diesem Traum ein bißchen näher kommen und sich ein schwimmendes Ferienhaus mieten. Die bunten Holzhäuser sind wie eine Kulisse aus Astrid Lindgrens Saltkrokan und Bullerbü. Mit Blick auf die endlosen Weiten des Wassers wird man eingewiegt vom Glucksen der Wellen, den Rücken an die warmen Holzplanken der schwimmenden Häuser gelehnt, die Gedanken schon weit draußen auf hoher See. In der Wasserferienwelt im Jaich spült das Meer alle Sorgen weg, höhlt durch stetes Anbranden den Stress des Alltags so lange aus, bis er wie fein rieselnder Kalk einfach weggewaschen wird…

© EstherT / www.pixelio.de

Schlaflos in Berlin

In diesem verrückten Hotel in der Hauptstadt bekommt man bestimmt kein Auge zu, denn jedes Zimmer ist ein echtes Kunstwerk – nein, nicht aufbeblasener Werbeslang, sondern ganz wörtlich. Jeder der 50 einzigartigen Räume wurde von einem bekannten Künstler entworfen und ausgestattet. Es ist, als ob die Grenze zwischen Betrachter und Kunstwerk verschwindet und man sich direkt in einem Bild befindet. In einer Suite kommt ein springendes, rotes Pferd aus der Wand, ein anderer Raum spielt mit der Perspektive und schafft so die Illusion einer Zeitreise in die Kindheit, weil die Möbel überdimensional groß sind. Im Zimmer namens “Nest” ragt ein riesiger Vogelschnabel aus der Wand über dem Bett, so dass man sich wie ein Küken fühlt und im Raum Comic findet man sich in einem Zeichentrickfilm wieder. Zum Schlafen fast zu schade!

© www.luise-berlin.com

Teddy Tours – Rotlicht für Plüschtiere

Alle harten Hunde und überzeugten Erwachsene sollten jetzt mal kurz was anderes lesen, den Wirtschaftsteil der Frankfurter oder was von Kant. Gut, sie sind weg. Dann, liebe Romantiker, Spinner und Riesenradfahrer hier etwas für euch. Ihr tragt euren Teddy in die Puppenklinik, wenn ihm ein Auge abgefallen ist und könnt ohne euren abgewetzten Plüschhasen nicht Einschlafen? Dann gibt es jetzt eine Möglichkeit, eurem Stofftier etwas Erholung zu schenken – schließlich schluckt das flauschige Hasen- oder Teddyohr so manche Sorge, die ihr seit Kindestagen hineinjammert, wenn ihr nachts nicht schlafen könnt. Dieser Reiseveranstalter aus Hamburg bietet einen Städtetrip für euer Kuscheltier an. Die Reiseleitung von Teddy Tours kümmert sich dabei rührend um das leibliche Wohl eures Lieblings und zeigt ihm die Sehenswürdigkeiten der Stadt – auf Wunsch auch mit Rotlichtviertel, falls es sich schon um einen volljährigen Teddy oder ein Steifftier handeln sollte. Mit einem Fotoalbum im Gepäck geht es dann wieder zurück und ihr könnt euch anschauen, was euer Herzblatt in der Großstadt so alles erlebt hat. Putzig.

© Ernst Rose / www.pixelio.de

Sie kommen, wenn Schimanski geht

„Unerwartet in eine Situation geraten, die Sie vollkommen überfordert?“
Nein, hier wird nicht etwa Werbung für Fleckentferner oder Tai Ginseng Gedächtnispillen gemacht. Die  Firma, die mit diesem Slogan wirbt, beseitigt die blutigen Spuren, die die stumpfe Klinge des Sensenmanns hinterläßt.
Falls Sie sich also plötzlich in einer ähnlichen Situation wiederfinden und selbst keinen gesteigerten Wert darauf legen, mit Raumanzug und Gasmaske durch die Hinterlassenschaft entfernter Verwandter zu waten, der ruft besser die hartgesottenen Profis von der Tatortreinigung. Respekt vor diesen abgebrühten Profis mit der charmanten Werbebotschaft im Palmolive-Stil! Wer neugierig ist, wie es aussieht, wenn man es selbst versucht, sollte sich den Streifen “Sieben Mulden und eine Leiche” des Schweizer Filmemacher Thomas Haemmerli (http://www.messiemother.com/) ansehen….

© conduit / www.sxc.hu/photo/1805

Foolpool

Falls die Firmenfeier mal nicht eine unfreiwillige Lachnummer werden soll, weil ein engagierter Kollege unheimlich gut Loriotsketche nachspielen kann oder die Sekretärin plötzlich im Pailettenkostüm mit der Flamencotanzgruppe für die Abendunterhaltung sorgt, dann ist die Truppe von Foolpool eine echte Alternative.  Bei den Auftritten dieser Komiker hat selbst der Kollege mit dem Bierbauch plötzlich einen Sixpack nach soviel Lachmuskeltraining.

© www.foolpool.de