Partner von

Foodspotting – Appetizer fürs Auge

Da Restaurantbewertungen immer mit Vorsicht zu genießen und Geschmäcker verschieden sind, haben wir hier eine leckere Seite für euch: www.footspotting.com. Ein Magentratzerl fürs Auge, das ja bekanntlich mit ißt. Dieses Portal schöpft anderen Bewertungsseiten den Rahm ab indem es keine ellenlangen Klagen über schmutzige Toiletten, transusige Bedienungen und zähe Steaks präsentiert, die oft in eklatantem Widerspruch zu dort ebenfalls veröffentlichten Symphonien kulinarischer Begeisterung stehen. Stattdessen serviert die Seite appetitlich fotografierte Speisen aus den Lieblingsrestaurants seiner Nutzer. Wenn uns bisher gelegentlich ein Gefühl des Überdrußes beschlich, weil wir immer wieder zum gleichen Italiener gehen und dort regelmäßig die Nummer 39 mit extra Käse bestellen, haben wir uns durch dutzende Bewertungen von neuen Restaurants gekämpft, ohne am Ende genau zu wissen, ob wir nun die beste Bolognese diesseits des Brenners bekämen oder doch nur eine Dose lau erhitzes Chappi mit Ketchup. Was regelmäßig dazu führte, dass wir doch wieder beim Italiener um die Ecke gelandet sind, um die Nummer 39 mit extra Käse zu bestellen. Foodspotting verschont uns mit den langwierigen Hasstiraden unzufriedener Gäste und zeigt uns auf einen Blick nur ganz augenscheinlich wohlschmeckende Speisen. Nom it!

© kongroove / www.sxc.hu/photo/1122752

Aroma Café Bar – München

Putziges Ladencafe im Glockenbachviertel! So hat man sich als Kind beim Kaufladenspielen das eigene kleine Café vorgestellt. Während man mit den Freundinnen auf etwas krummbeinigen Puppenstühlchen gepflegt ein Tässchen heiße Schokolade nimmt, kann man gleichzeitig in den Setzkastenregalen des Ladens ein bißchen die Krämerseele pflegen und in drolligem Schnickschnack stöbern.
Die kleinen Speisen, Kuchen, Kekse und Marmeladen sind alle selbstgemacht und liebevoll dekoriert – allerdings muß man nach einiger Zeit zugeben, dass man keine 6 Jahre mehr alt ist und daher die morschen Glieder sich ein wenig über die winzigen Stühlchen beschweren. Andererseits: arg viel länger wird man eh nicht bleiben, da die Preise selbst bei Münchner Geldbeuteln ein klammes Gefühl erzeugen. Nicht für jeden Tag – aber es muß ja nicht immer Kaviar sein!

© Aroma Kaffeebar

Fouquets – München

Wenn man gerade mal wieder einen verwaschenen Schein in der kurzen Hose vom letzten Sommer gefunden hat, die man zum ersten Mal in diesem Jahr wieder aus dem Kleiderschrank gekramt hat, dann kann man ihn im Fouquets investieren.
Diese Bar mit ungewöhnlichen kreolischen Kleinigkeiten auf der Karte und karibischen Cocktails sorgt schon im April für gefühltes Wellenrauschen im Blut. Wegen der leuchtenden Farben fühlt man sich ein bißchen wie in einem Gauguin-Gemälde und bekommt plötzlich Fernweh. Dann noch schnell ein Cocktail – irgendwo auf dieser Schatzinsel wird ja wohl ne Kiste mit Dukaten vergraben sein! Mehr Bilder: Fouquets

© RoFi / www.pixelio.de

Club der Visionäre – Berlin

http://www.clubdervisionaere.de/

Für einen Sommerabend wie bei Tom Sawyer und Huck Finn – im Flutgrabendelta von Berlin. Man sitzt mit blankgezogenem Bein auf warmen Holzplanken und lässt die Füsse ins Wasser baumeln. Dazu schlürft man aus einem Strohhalm irgendwas mit Rum, singt einen Blues, verschluckt ein paar Mücken und sieht die Sonne langsam untergehen.

Im Freischwimmer gegenüber kann man später auch nen Happen essen oder sich die Sonne von der anderen Seite ansehen.

© Andreas D200 / www.pixelio.de

Lucullus – München

Dieser Grieche liegt versteckt in Untergiesing – dem Hinterhof Münchens und zeichnet sich selbst auch durch eine schnörkellose und unangestrengte Atmosphäre aus. Am Ende einer schlaglochübersäten Strasse liegt das Lucullus zwischen kleinen Häuschen und Gärten, davor ein paar Tische und wacklige Stühle unter einer Laube. Hier fehlt wirklich nur das Meer – doch Urlaubsstimmung stellt sich auch ohne Wellenrauschen nach dem ersten Retsina ein, denn die Stimmung ist stets heiter und gelöst, weshalb auch hier das Phänomen gilt, dass Wein und Essen im Urlaub immer besser schmecken. Denn eigentlich sind die Gerichte nicht gerade Michelinstern-verdächtig – aber wenn man sich an die soliden Klassiker (Gegrilltes Fleisch oder Fisch)  hält, wird man nicht enttäuscht.


© Susanne Beeck / www.pixelio.de