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Bleibt alles anders

Von Weihnachten hören wir nur noch leises Hufgetrappel, an Silvester erinnert lediglich der überquellende Flaschencontainer vorm Haus. Das neue Jahr liegt wie eine frisch verschneite Wiese vor uns, in die wir jetzt unsere ersten Schritte setzen werden. Vielleicht etwas tiefere als sonst, aber wir wollen nicht indiskret sein, wozu gibt es dicke Pullis. Wenn sich jetzt doch ein leise schales Gefühl in unserem Mund ausbreitet und das definitiv nicht mehr der Nachgeschmack von Discounterchampagner ist, dann höchstens, weil wir inzwischen wissen, dass der Jahreswechsel immer wieder gewisse Ansprüche an uns stellt, die wir in der Regel nicht erfüllen werden. Wie das Grauen des Schriftstellers vor dem leeren Blatt Papier beschleicht uns auch das Gefühl, dass das neue Jahr doch irgendwie anders, ganz besonders werden soll. Dazu müssten wir etwas ändern. Bekanntlich hasst der Mensch Veränderungen. Das Andere muß schon ungewöhnlich reizvoll sein, dass wir aus dem Quark kommen und alte Gewohnheiten aus unsere Zotteln schütteln. Darum wollen wir euch nicht mit so großen Änderungen belästigen wie “werft euren Bürojob hin und wandert nach Tibet aus, wo ihr Bergziegen melken und überteuertes Salz an neureiche Yuppies in Deutschland verkaufen könnt”. Stattdessen schlagen wir euch mal den Besuch dieser adretten Seite vor: www.etsy.com. Für ein paar kleine, nicht allzu schwierige Veränderungen, die nicht an den Grundfesten eurer Persönlichkeit rütteln, sondern lediglich ein wenig die Fassade verschönern. Auf Etsy findet man Ungewöhnliches, Einzigartiges, Selbstgemachtes – vermutlich von Menschen, die nach erfolgreich Tibet ausgewandert sind und jetzt Bergziegenhaar zu Gold spinnen. Egal – schließlich verdienen wir mit unseren öden Bürojobs genug Geld, um uns diese hübschen Dinge einfach zu leisten….

 


Sparen jederzeit: Mit Sonderkündigungsrecht die Kfz-Versicherung wechseln

Wer jetzt noch zeitnah seine Autoversicherung wechseln möchte, hat meistens Pech – für eine günstige Kfz-Police im neuen Jahr hätten Verbraucher ihren alten Vertrag bis Ende November kündigen müssen. Der Grund: Hierzulande orientieren sich die meisten Verträge am Kalenderjahr. Für einen Wechsel ab Januar müssen Neuvertrag und Kündigung daher bis zum 30.11. erledigt sein. Danach lässt sich eine Verlängerung der bestehenden Police um ein weiteres Jahr meist nicht mehr verhindern.

Allerdings sollten Sie trotz verschlafenem Stichtag die Hoffnung nicht aufgeben: Mit Ihrem Sonderkündigungsrecht werden Sie vielleicht doch noch schnell zum Sparfuchs und profitieren von einer günstigen Autoversicherung!

Die außerordentliche Kündigung: Ihre Möglichkeiten

Ohne Zweifel ist es ab Dezember bei den meisten Versicherern merklich schwieriger, zügig die Kfz-Versicherung zu kündigen. Für einen raschen Wechsel müssen Kunden dann das Sonderkündigungsrecht nutzen– und nicht immer bietet sich die Gelegenheit. Unmöglich wird die günstige Police damit aber nicht: Für eine außerordentliche Kündigung haben Sie immerhin drei Optionen.

Eigentlich niemandem zu wünschen ist der Schadenfall. So unschön das Ereignis auch ist – mit jeder Regulierung eines Unfallschadens durch Ihren Versicherer greift (für beide Seiten) das Sonderkündigungsrecht. Ob die Assekuranz tatsächlich Schadenersatz zahlt, spielt dabei keine Rolle: Selbst mit einer Zahlungsablehnung gilt ein Versicherungsschaden als reguliert. Wichtig sind allerdings die Fristen: Die Versicherung muss Sie schriftlich über den Ausgang einer Regulierung in Kenntnis setzen. Sobald der Brief bei Ihnen landet, haben Sie einen Monat Zeit, um von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen.

Dann doch weniger unschön und wahrscheinlich sowieso häufiger zu finden (zumal gerade die Beiträge steigen) ist die Preiserhöhung ohne Leistungsanpassung. Die Teuerung kann sogar unabhängig von der aktuellen Preispolitik eines Versicherers erfolgen: Falls Ihr Auto durch neue Unfallstatistiken in eine teurere Typklasse fällt, haben Sie ein Recht auf die außerordentliche Kündigung Ihres Vertrags. Gleiches gilt für das System der Regionalklassen, welches die Wahrscheinlichkeit von Schäden am Wohn- oder Zulassungsort reflektiert. In jedem Fall muss Sie Ihre Autoversicherung über solche Prämienerhöhungen schriftlich in Kenntnis setzen: Vergleichbar zum Schadenfall haben Sie hier ab Zustellung ebenfalls vier Wochen lang Gelegenheit zur außerordentlichen Kündigung.

Komplett ohne Komplikationen läuft schließlich die Kündigung der Kfz-Versicherung bei einem Fahrzeugwechsel. Sobald Sie ein Auto neu anmelden, haben Sie gleichzeitig freie Wahl beim Versicherungsschutz. Der Vertrag für die Vorgängerpolice erlischt automatisch mit der Abmeldung des alten Fahrzeugs.

Prüfen Sie trotzdem immer die Kündigungsbedingungen

Unabhängig davon, ob Sie das Sonderkündigungsrecht nutzen oder die Autoversicherung regulär beenden – Ihren Vertrag müssen Sie immer schriftlich kündigen. Auf jeden Fall sollten Sie die Kündigung immer als Einschreiben mit Rückschein verschicken, denn damit haben Sie im Streitfall einen Beleg für die rechtzeitige Zustellung.

Ebenfalls empfehlenswert ist die genaue Lektüre des Vertrags zu Ihrer aktuellen Kfz-Versicherung. Sie haben hier zwar die drei Standardszenarien für die außerordentliche Kündigung kennengelernt, am Ende müssen Sie aber aus dem Vertrag herauskommen, den Sie vor einiger Zeit unterschrieben haben. Daher unser Rat: Wenn Sie Interesse an Ihren individuellen Kündigungsbedingungen haben, geht kein Weg an einem Blick in den Vertrag oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vorbei.

Alte Schadenfreiheitsklassen oder Rabattstaffel 2012 – jetzt vergleichen, immer sparen

Nach einer kleinen Vorhut in diesem Jahr führen 2012 viele Kfz-Versicherer eine neue Rabattstaffel ein. Eigentlich sollen Verbraucher durch das neue System von größerer Übersichtlichkeit profitieren. Am Ende haben Sie damit vielleicht nur einen weiteren Grund für einen schnellen Wechsel der Autoversicherung.  Denn ob die neue Rabattstaffel bei einem Anbieter eine Ersparnis oder zumindest mehr Übersicht verspricht oder aber eine versteckte Preiserhöhung bedeutet, lässt sich ohne Hilfsmittel nur schwer ermitteln. Dazu kommt, dass in der Übergangszeit mit zwei konkurrierenden Systemen ein einfacher Vergleich zwischen alt und neu kaum möglich ist.

Der CHECK24-Online-Rechner ermöglicht Ihnen einen kostenlosen und unverbindlichen Versicherungsvergleich der individuellen Angebote für Ihr Auto. Die Form der Rabattstaffel ist dabei nebensächlich: Aus über 200 Tarifen ermittelt der CHECK24-Vergleichsrechner einfach die preiswertesten. Versuchen Sie also, Ihr Sonderkündigungsrecht zu nutzen und sparen Sie schon bald bis zu 800 Euro jährlich!


Reise nach Jerusalem

Lügen haben kurze Beine, sagt das Sprichwort, so wie auch Krokodile und Dackel. Alle drei Gruppen zählen jedoch nicht zu den Vielfliegern und können ihren anatomischen Vorteil gar nicht genießen. Der Rest muß es ertragen, in Flugzeugen zusammengefaltet wie ein Campingstuhl mehrere Stunden in thrombosefördernder Position zu verharren. Einzige Ablenkung – da ähnelt das Flugzeug dem Seniorenheim – ist das Essen. Übrigens auch der Konsistenz und dem Geschmack nach. Der Ärger über das Essen vermag in der Regel jedoch nur kurz von dem größeren Ungemach abzulenken, das man sich im Flugzeug fühlt wie ein Storch in der Streichholzschachtel. Das Gefühl wird noch verstärkt durch den Eindruck, dass es einige Privilegierte gibt, die sich auf einfach deutlich besseren Plätze räkeln. Anders als der Platz auf dem man selbst für gewöhnlich zu sitzen kommt, über dem kein Stauraum für Handgepäck ist, weil dort der Notfallkoffer hockt wie ein fetter Gnom, weshalb man die nicht vorhandene Beinfreiheit auch noch mit seinem Handgepäck teilen muß, vermutlich befindet sich der Platz auch noch in Riechweite der Toilette. Wer dem in Zukunft vorbeugen möchte und bereit ist, den schon fast schnittfesten Neid der Mitreisenden zu ertragen, kann sich auf Seatguru informieren, welche Sitze im Flieger den Flug zu einer erträglicheren Angelegenheit machen. Daher Thumbs up für diese schöne Idee zur Steigerung der Lebensqualität.

 


Foodspotting – Appetizer fürs Auge

Da Restaurantbewertungen immer mit Vorsicht zu genießen und Geschmäcker verschieden sind, haben wir hier eine leckere Seite für euch: www.footspotting.com. Ein Magentratzerl fürs Auge, das ja bekanntlich mit ißt. Dieses Portal schöpft anderen Bewertungsseiten den Rahm ab indem es keine ellenlangen Klagen über schmutzige Toiletten, transusige Bedienungen und zähe Steaks präsentiert, die oft in eklatantem Widerspruch zu dort ebenfalls veröffentlichten Symphonien kulinarischer Begeisterung stehen. Stattdessen serviert die Seite appetitlich fotografierte Speisen aus den Lieblingsrestaurants seiner Nutzer. Wenn uns bisher gelegentlich ein Gefühl des Überdrußes beschlich, weil wir immer wieder zum gleichen Italiener gehen und dort regelmäßig die Nummer 39 mit extra Käse bestellen, haben wir uns durch dutzende Bewertungen von neuen Restaurants gekämpft, ohne am Ende genau zu wissen, ob wir nun die beste Bolognese diesseits des Brenners bekämen oder doch nur eine Dose lau erhitzes Chappi mit Ketchup. Was regelmäßig dazu führte, dass wir doch wieder beim Italiener um die Ecke gelandet sind, um die Nummer 39 mit extra Käse zu bestellen. Foodspotting verschont uns mit den langwierigen Hasstiraden unzufriedener Gäste und zeigt uns auf einen Blick nur ganz augenscheinlich wohlschmeckende Speisen. Nom it!


Musikvideos abgeschminkt

Die 90`er, Hochzeit des Musikvideos, sind längst passé, nur noch wenige Künstler können es sich erlauben, Millionen für den Dreh von aufwändigen Clips zu verpulvern. Damals entstanden vielleicht nicht die künstlerisch besten Clips aller Zeiten, sicher aber die opulentesten und teuersten. Viele dieser Videos sind längst Legende, gerade weil sie vor Special Effects nur so schäumen. Oft ist die Nebelmaschine der eigentlich Star des Clips. Selbst bei Filmen, die eine Geschichte erzählen, hat diese nicht zwangsläufig etwas mit dem Songtext zu tun. Gerade dieser Überschuß an Bildern und Effekten, die über die eigentliche Musik hinausragen, läd zu Parodien ein. Und so hat sich auf Youtube ein eigenes Genre etabliert, bei dem Gesangstalente die Videos mit Texten unterlegen, die wesentlich besser zu den Bildern passen. So sing in Meatloafs “I would do anything for love” ein stimmgewaltiger Meatloaf-Imitator inmitten eines pompös mit Kerzenlüstern und Wachsstalakmiten ausstaffierten Schloßsaals “You can tell my electric bill`s unpaid”. Weitere Highlights dieser sogenannten “literal versions” sind “Take on me” von A-HA, Bonnie Tylers “Total Eclipse of my heart” und diese legendäre Version von “Jingle Bell Rock” des inzwischen in der Versenkung der Erinnerung verschwundenen Duos Hall & Oats aus den 1960`ern…

 


Fast Forward – Leben im Zeitraffer

Für alle Fans von Yearbookyourself: Die Fotos von Irina Werning, die mit perfektionistischem Auge alte Kinderfotos mit den inzwischen gealterten Darstellern reinszeniert. In der Serie Back to the Future stellt sie Bilder, die z.T. über 50 Jahre auseinanderliegen, nebeneinander. Jedes Detail wie die Pose, der Gesichtsausdruck, die Kleidung, Accessoires und die Tapete im Hintergrund sind dabei so exakt wie möglich kopiert. Bei manchen Vorher-Nachher-Bildern ist die Ähnlichkeit der Porträtierten schon fast erschreckend. Den Betrachter befallen gemischte Gefühle, verdutztes Staunen und Heiterkeit angesichts der verblüffenden Gleichartigkeit der Gesichter, eine leise Freude, wie beim Betrachten eigener Kinderfotos, auf denen man sich wiedererkennt. Die über Jahre hinwegtäuschende Ähnlichkeit zwischen den Bildern erweckt den Eindruck der Integrität eines Menschen, einer festen, unveränderlichen Wesensart, gegen die das Anschwappen der Zeit keine Chance hat – man bleibt man selbst. Aber zugleich beschleicht einen ein leiser Schrecken, durch das zwischen die beiden Porträts gepresste Leben, das wie im Zeitraffer vergangen zu sein scheint. Die Bilder erinnern an die eigene Vergänglichkeit, denn auf den wenigsten Fotos kann man das verstrichene, zum Teil ja Jahre umfassende Leben mit seinen einschneidenden Enttäuschungen, Glücksmomenten, Irrungen und Wirrungen entdecken.  Nur in manchen Bildern zeigen Tattoos und ein paar Haare auf der Brust,  das zwischen den Aufnahmen Erlebnisse und Erfahrungen liegen – und so liegt in der Ähnlichkeit der Porträts auch ein leises Unbehagen, weil sich scheinbar nichts verändert hat. Ein Gefühl, das man von Klassentreffen kennt. Die Freude über das Wiedererkanntwerden und Wiedererkennen der alten Freunde, als ob sich nichts verändert hätte – und die leise Beklemmung, weil man das Gefühl hat, dass man sich durchaus verändert hat, die alten Klassenkameraden das aber nicht sehen wollen. Von dieser Spannung zwischen der Sicherheit und dem Gefängnis der eigenen Identität leben die Vorher-Nachher-Fotos von Irina Werning. Man bleibt man selbst.

 


Links zwo drei vier – the more you know

Diese Links sind der Stab, mit dem man getrost durchs Tal der Ahnungslosen wandern kann. Mundgerecht portionierte Wissenhäppchen, um auf jeder Cocktailparty einen smarten Kommentar aus dem Smokingärmel zu schütteln oder im Büro zum rechten Zeitpunkt mit einem einzigen Einwurf den Eindruck umfassender Allgemeinbildung zu erwecken.

Lexikon:

  • www.leo.org – falls Ihnen just das englische Wort für Häckselmaschine nicht einfällt…

Literatur:

  • http://gutenberg.spiegel.de/ – das Gutenberg-Projekt mit eTexten aus der Weltliteratur – damit man mal wieder brillieren kann mit “Sein oder nicht sein…jaja, der gute, alte Goethe…!”
  • www.sparknotes.com – in English, please: Seite mit Original-Texten und Interpretationen englischer Literatur.

Sprache:

  • www.2rhyme.ch – legendär gute Website, wenn man zum Geburtstag von Opa Herman noch ein persönliches Gedicht für den Jubilar verfassen will und einem partout kein guter Reim auf  “Testament” und “Lieblingsenkel” einfällt – und man die Bemerkung, dass Opas Haut schon gelb wie Pergament ist und er einem mit seinen Kriegsgeschichten ziemlich auf den Senkel geht nicht ganz zuträglich findet
  • www.woxikon.de – tolle, sagenhafte, phantastische, entzückende, hinreißende Seite mit Synonymen (und Reimen)  für jede Lebenslage

Musik:

  • http://imslp.org/wiki/Hauptseite – kostenlose Seite mit klassischen Musiknoten
  • www.simfy.de und www.steereo.de – kostenlos Millionen von Titeln – auch aktuelle Charts – hören (Hier gehts zum Tutorial)
  • www.musicnotes.com – kostenpflichtige, aber schicke Seite mit Notenarragements aktueller oder älterer Songs, sortierbar nach Instrument und transponierbar
  • www.lastfm.de – DAS Internetradio mit über 8 Mio. auswählbaren Titeln und einer intelligenten Vorschlagsfunktion, die zum gehörten Song geschmacklich ähnliche Titel serviert

kostenlose Bilder und Videos:

  • www.pixelio.de – ca. 400.000 kostenlose und lizenzfreie Fotos zur redaktionellen und kommerziellen Nutzung – für jeden, der seinen Blog oder seine Website hübsch dekorieren möchte
  • www.sxc.hu/home – ca. 400.000 Bilder zur kostenlosen und lizenzfreien Nutzung
  • www.picnik.com – kostenfreie Fotobearbeitungsseite für Dummies, wenn z.B. das Bewerbungsfoto noch etwas optimiert werden muß, weil auf der Stirn ein fieser Pickel thront
  • www.gimp.org – ebenfalls kostenlose Bildbearbeitungssoftware für Fortgeschrittene

Allgemeinbildung:

  • www.bibel-online.net – Das Buch der Bücher online mit Suchfunktion. Falls man sich angesichts der bevorstehenden Arbeitswoche irgendwie apokalyptisch fühlt und noch ein passendes Zitat sucht oder ein donnerndes Wort aus den zehn Geboten an den Kollegen richten möchte, der immer die guten Kugelschreiber einsteckt.
  • Stimmt`s? – statt einfach jedes gefährliche Halbwissen wie “bei Vollmond werden mehr Babys geboren” oder “einmal Aufgetautes darf man nicht wieder einfrieren” dumpf nachzuplappern, kann man in dieser Kolumne nachlesen, wie es wirklich ist. Eine echter Beitrag zur Aufklärung!

News:

  • http://newsmap.jp – hier bleibt man immer auf dem Laufenden, wenn in China gerade mal wieder ein Sack Reis umfällt – brandaktuelle Seite mit weltweitem Newsflash.
  • http://kress.de – immer informiert sein, was gerade ins Netz gegangen ist – Kress fischt nach den frischesten Nachrichten und Trends in der Kommunikations- und Onlinewelt.
  • http://www.heise.de – der beliebteste deutsche Nachrichtenticker der Online-Welt. Sollte dreimal täglich vor dem Essen eingenommen werden!
  • http://wortschatz.uni-leipzig.de – immer am Puls der Zeit sein. Diese Seite der Uni Leipzig sucht automatisch nach den Topthemen des Tages Querbeet durch die Presselandschaft

Wie es geht:

  • www.howcast.com – schier unerschöpfliche Seite mit Videotutorials zu jedem erdenklichen Thema…von “Wie man ein Huhn kämmt” bis zu “Wie man die Tür mit der Scheckkarte öffnet”

Besser Wissen:

  • www.holidaycheck.de – größte deutschsprachige Hotelbewertungsseite mit über 4 Mio. Bewertungen von der schmierigsten Sardinenbüchse bis zum megalomanischen Burj al Arab
  • www.bewertungsportale.net – Sammlung von zahlreichen, nach Themen sortierten Bewertungsportalen – bereits gesammelt im Branchenbuch von www.goyellow.de – dort kann man sich auch nur Einträge mit Bewertung ansehen – vom Arzt über Restaurants bis zum Friseur

 

 


Couchsurfing – Urlaub für Unerschrockene

Langsam tauen die Eiszapfen an unseren Nasen und wir bewegen die noch klammen Finger an die Maus, um durch ein paar Reiseseiten zu klicken. Immer auf der Suche nach einer einsamen, unentdeckten Insel mit All-inklusive-Drinks. Selbstverständlich wollen wir uns nicht mit den Pauschaltouristen gemein machen und fein säuberlich aufgereiht an endlosen Sandstränden liegen, von den anderen Urlaubern aus Köln, Bottrop und Leipzig nur durch die wechselnden Farben der Hotelliegestühle und Sonnenschirme unterschieden. Wir wollen individuell reisen, außergewöhnliche Begegnungen mit den Einheimischen, eine grünliche Spezialität aus den grindigen Fingern eines greisen Ziegenhirten kosten, bei der es sich möglicherweise um Käse handelt, was wir aber nie erfahren werden, weil wir gerade mal einen Kaffee oder ein Bier in den Fremdsprache bestellen können, den zahnlos vernuschelten Dialekt des Alten aber sicher nicht verstehen. Wir wollen nicht in den als besonders urtümlich beschriebenen Lokalen der Stadt immer wieder nur auf andere Urlauber mit Guide Routard und Michelinführern in der Hand treffen. Leider müssen wir feststellen, dass wir uns wirklich individuellen Urlaub, das einsame Viersternebungalow am Strand mit Sonnenuntergangsdinner in der Sahara und privater Führung durch den Mayatempel beim besten Willen nicht leisten können, darum bleibt für uns nur eine andere Option: Couchsurfing. Dieses Wort ist für einige schon Grund genug, schreiend in den Wald zu rennen. Alle, die jetzt noch weiterlesen, wissen entweder nicht, worum es sich dabei handelt oder sind ganz harte Knochen. Die Privatsphäre für eine orbitale Luftschicht oberhalb der Stratosphäre halten. Die an allem auch das Positive sehen. Die am grobkörnigen Sediment aus Fußnägeln, Dreck, Haaren und Sand am Boden der fremden Dusche die praktische Möglichkeit zum Hornhautpeeling zu schätzen wissen. Die beim Schlafen auf dem Fußboden den Vorzug sehen, das interessante und viel zu selten beachtete aber faszinierende Leben von Silberfischen, Geißeltierchen und Wanzen ausgiebig studieren zu können. Die in fremden Kühlschränken Dinge entdecken, die Joseph Beuys für viel Geld an Museen verkauft hat oder die ein bedeutendes Kapitel der Medizingeschichte, die Entdeckung des Penicillins nachstellen. Auf der anderen Seite: In einer Zeit, in der wir nicht mehr von unseren Erlebnissen in den großen Weltkriegen oder wenigstens der Nachkriegszeit erzählen können, haben wir dank des Couchsurfings nun doch ein Schlachtfeld entdeckt, von dem wir unseren Enkeln später erzählen können. Liest man auf Couchsurfing die Personenbeschreibungen und Leitgedanken in den Profilen, fühlt man sich vermutlich ein wenig wie einst Alexander von Humbold vor dem Aufbruch in den südamerikanischen Dschungel auf dem Orinoco, in den Ohren die befremdlichen Schreie exotischer Vögel. So schreibt ein Couchanbieter über sich selbst: “Na gut, ich bin zu fett und sehe etwas seltsam aus mit meinem langen Bart und meinen noch längeren Haaren. Aber ihr könnt sicher sein, dass ihr bei mir viel Spaß haben werdet!” Andere weisen unverhohlen darauf hin, dass sie Couchsurfing als praktische Möglichkeit sehen, Frauen, auch zum Heiraten kennenzulernen ohne das haus zu verlassen und teure Drinks zu spendieren. Vermutlich muß man hier dankbar sein, wenn diese Gastgeber einem nicht schon nackt die Tür öffnen….Andererseits: Wirft man einen Blick auf die stetig wachsende Teilnehmerzahl, die allein in Deutschland schon an der Hundertausendermarke kratzt, dann scheinen die Erfahrungen mit dieser Art des Reisens nicht rein erschreckend zu sein. Und es stellt sich die Frage, ob ein Urlaub in Botswana, Eritrea und Tonga dem Normalsterblichen überhaupt möglich wäre, gäbe es nicht eine Couch irgendwo im Busch, im Mangrovenwald, in der Wüste…..


Chatroulette – Rien ne va plus?

Chatroulette, das ist sicher einer der bemerkenswertesten oder zumindest skurrilsten Newcomer unter den Webseiten des letztes Jahres und eine ebenso einfache wie unterhaltsame Idee für die amüsante Abendunterhaltung. Per Webcam und Tastendruck werden User aus aller Welt per Zufall miteinander zum Zweck des Chats verbunden – eine Art Speeddating im Internet, nur noch rasanter, weil man unliebsame Gesprächspartner einfach wegdrücken kann. Verbringt man einige Stunden auf Chatroulette wirft man kurze, staunende Blicke in hunderte kurz aufleuchtende Zimmer, ein schillerndes Panoptikum menschlicher Behausungen und Leben. Nach dem kometenhaften Aufstieg der Internetplattform Chatroulette  ist die Seite allerdings inzwischen schon wieder kurz vor dem Verglühen, wenn sich Gründer Andrej Ternowskij nicht etwas einfallen läßt.  Denn anders als im Casino, wo Mann nur mit Anzug und Krawatte eingelassen wird, scheint es auf Chatroulette eher darum zu gehen, Kleider und Zwänge abzulegen und sich im hautfarbenen Naturlook zu präsentieren. Um dem Problem der freizügigen Entblätterung Herr zu werden, haben sich die Seitenbetreiber auch schon ein paar Gedanken gemacht: wo Facebook demnächst eine Gesichtserkennung anbietet, will Chatroulette in Zukunft das erkennen und ausblenden, was Männer offenbar mit großer Begeisterung aus der Hose zücken. Die Seite will ihr Image als schmuddelige Exhibitionistenplattform loswerden und eine Peniserkennung einbauen. Das ist jedoch nicht das einzige Problem, mit dem die Seite zu kämpfen hat. Denn die zunächst vermutete Anonymität, hinter der man sich verstecken kann und die gerade Voraussetzung nicht nur für die unerwünschte Freikörperkultur der Teilnehmer, sondern auch für zahlreiche alberne, verrückte und mutige Auftritte ist, ist natürlich eine trügerische. Längst kursieren auf Blogs und bei Youtube die besten Mitschnitte der Chats, Auftritte von zweifelsohne alkoholisierten Frauen bei ekstatischen Derwischtänzen, Männer in Frauenklamotten und getigerten Catsuits,  chromatisch jaulende Gesangstalente. Der Fantasie der Teilnehmer sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Womit der bärtige Jurastudent wohl eher nicht gerechnet haben dürfte, als er sich mit den Strapsen und Highheels seiner Freundin vor den Computer gesetzt hat um dort laut und falsch “Dancing Queen” zu singen war, dass er am nächsten Tag eines der meistgeklickten Videos auf Youtube sein würde. Die wirklich guten Ideen haben mittlerweile Kultstatus erreicht, so wie die hübsche, junge Frau, die zunächst vor ihren männlichen Chatpartnern anfängt, mit devot gesenktem Kopf  ihr Oberteil aufzuknöpfen um dann plötzlich den Kopf zu heben und mit wild verdrehten, blutenden Augen in einen Anfall satanischer Besessenheit zu verfallen. Dank dieser selbstironischen und subversiven Acts bleibt die Seite ein Kuriositätenkabinett schriller Einfälle und hoher Performancekunst. Es ist zu hoffen, dass solche Stunts den nervtötenden Blitzern die Lust an ihren pubertären Posen austreiben und für nachhaltige Verstörung unter der Gürtellinie sorgen.


Webcams are watching you

Während die Einführung von Google Streetview bei vielen Bürgern empörte Schnappatmung auslöste und die ohnehin schon blubbernde Debatte zum Datenschutz weiter hochkochen ließ, erregt sich komischerweise kein Mensch über die überall aufgehängten Webcams, die besonders in den Großstädten munter alles beobachten, was im Blickfeld ihrer ungetrübten Linse geschieht. Vermutlich ist den wenigsten bewußt, dass sie mittlerweile auf Schritt und Tritt von tausend Augen beobachtet werden, denn die Kameras hängen meist klein und unauffällig an Häuserecken und über Ladentheken. Die meisten zeichnen die Aufnahmen nicht auf, sondern senden lediglich minütlich aktualisierte Standbilder oder einen Lifestream in Echtzeit. Dennoch wären wir vermutlich überrascht, wenn wir wüßten, in wievielen Geschäften unser Einkauf oder unser vergeblicher Einparkversuch überall auf der Welt im Web zu sehen ist…Viele Webcams zeigen uns nützliche Einsichten, z.B. die Schneeverhältnisse in unserem Lieblingsskigebiet, andere bedienen unsere eskapistischen Wünsche und zeigen den Sonnenaufgang auf den niederländischen Antillen. Sehr beliebt sind auch Kameras, die das Balz- und Brutverhalten von Mensch und Tier beobachten. Erotikwebcams erfreuen sich ähnlicher Beliebtheit wie die Linsen, die auf Storchennester, Hühnerställe oder Echsenterrarien gerichtet sind. Webcamgalore bietet aktuell die umfassendste Sammlung von Webcams, sortierbar nach Themen wie Tiere, Traumstrände, Wahrzeichen, Schlösser und Skylines. Hier haben wir eine kleine Liste mit den Top-Webcams für jede Laune und Lebenslage gesammelt:

Leider muß man bei manchen Webcams die Zeitverschiebung beachten, die Niagarafälle kann man also nicht gemütlich während eines lahmen Freitagvormittags im Büro an sich vorbeiplätschern lassen….


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